News & Events 2020

Die Nachwuchstagung DIS(S)-CONNECT II wird vom 16.04.-18.04.2020 am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft stattfinden. Ziel der Tagung ist es, mit Doktorand*innen der Kultur-, Theater-, Film- und/oder Medienwissenschaft im Rahmen von Vorträgen, Präsentationen von Forschungsprojekten und gemeinsamen Textbesprechungen ins Gespräch zu kommen. Der Austausch über die eigenen Forschungsprojekte soll neben fruchtbarem Input auch den Raum für Vernetzungsaktivitäten öffnen. Nähere Informationen finden Sie in unserem Call for Papers.

Einreichungen sind bis zum 15.02.2020 möglich. Für weitergehende Fragen stehen wir selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung.

 

Wir freuen uns über zahlreiche Einreichungen.

 

Kontakt:

Melanie Konrad (melanie.konrad@univie.ac.at)

Julia Preisker (julia.preisker@univie.ac.at)

 

Symposium

Längst ist die Frage nach dem Chor zu einem zentralen Gegenstand disziplinenübergreifender Auseinandersetzungen über den Zusammenhang von Ästhetik und Politik geworden. Sie verschränkt die Arbeit an pluralen Figurationen in den Künsten – Theater / Performance, Film, Musik, Literatur – und verknüpft sie mit einer Neubefragung von Praktiken des Versammelns in der Gegenwart.

 

Organisation & Info

Evelyn Annuß (annuss@mdw.ac.at)

in Kooperation mit Sebastian Kirsch (New York University)

mdw.ac.at/ikm/gender-studies

Wintersemester 2019/20

Dienstags 11.30-13.00 Uhr

Beginn: 8. Oktober 2019

 

Hörsaal 3

Geo-Zentrum

2A211 UZA II

8.10.

Einführung (Andrea Seier)

15.10.

Fragmente im Vergleich. Methoden der komparatistischen Film- und Medienwissenschaft (Nicole Kandioler)

22.10.

Repräsentationskritik am Beispiel Klasse (Thomas Waitz)

29.10.

Wenn Theater Wissen schafft. Modelle der Inszenierungsanalyse (Silke Felber)

5.11.

Beziehungsstatus: Es ist kompliziert. Intersektionale Dispositivanalyse (Louise Haitz)

12.11.

Historisierende Medienanalyse: Der dokumentarische Blick in Fotografie, Fernsehen und Film (Andrea Seier)

19.11.

„Verstehen, wie Film verstanden wird? Film und Rezeption zwischen Theorie, Methode und analytischer Praxis“ (Laura Mücke)

26.11.

„Aufmerksamkeit, Erregung, Szenisches Bios“ – Methoden und Begriffe der Theateranthropologie (Gabriele C. Pfeiffer)

3.12.

Die Lage der Dinge. Filmische Motivforschung (Lisa Gotto)

10.12.

Formen folgen Funktionen. Forschen zu Gebrauchsfilmen (Joachim Schätz)

17.12.

„Das ist doch keine Methode!“ Intersektionalität und Interdependenzen als Methode der Theaterwissenschaft (Anke Charton)

7.1.

Szenische Vorgänge in historischer Perspektive. Über Fragestellungen und die Wahl der Methoden in der Theaterhistoriografie (Stefan Hulfeld)

14.1.

Der Tastsinn und die Medien (Jana Herwig)

21.1.

Medienanalyse und Affekttheorie (Stefan Schweigler)

28.1.

Klausur

Filmhaus am Spittelberg / Jugend ohne Film

HIDDEN SMILES

 

Die verborgene Komödie nach 2000: In der vom Filmkollektiv „Jugend ohne Film“ kuratierten Reihe „Hidden Smiles“ soll dem utopischen Potenzial des Lachens in diesem Jahrtausend nachgespürt werden. In Zeiten, in denen das Kino oft auf sein politisches Gehalt hin untersucht wird, werden sich jene Ausbrüche und Befreiungen angesehen, die das Lachen und die Komödie zurück in unsere Wahrnehmung bringen. Weniger als Genre, denn als Teil der Realität.

21. Januar, 20:15 – Le Monde Vivant (Eugène Green)

“In the living world, the breath of the spirit is the breath of the body”

 

Ein Oger hält zwei Kinder gefangen. Er möchte sie auffressen. Ein Ritter und sein Helfer kommen zur Rettung. Zwischen Märchen, Lacan, der französischen Kulturgeschichte und einem Hund, der einen Löwen spielt, zelebriert der einzigartige Eugène Green die Mechanismen von Manierismen und Verzauberungen.

mit Keynote von Andrea B. Braidt

 

Invitation to the first GEECT Thematic Meeting

January 22nd, 2020

 

Stockholm University of the Arts

The Film and Media Department

Valhallavägen 189

115 53 Stockholm

Please find the final information on the upcoming Thematic Meeting hosted by Stockholms dramatiska högskola here:

2020_01_Thematic_Meeting_StockholmsDH_schedule

Filmprogramm

 

Im Frühjahr 2020 erscheint mit dem „Red Vienna Sourcebook“ (De Gruyter/Camden House) eine umfassende Sammlung kommentierter Primärtexte zur Epoche des Roten Wien. Zwischen der Rampe des Parlaments im November 1918 und den Barrikaden des Bürgerkriegs im Februar 1934 entfaltete sich der Möglichkeitsraum einer konkreten Utopie. Sozialer Wohnbau sowie eine progressive Gesundheits- und Bildungspolitik bildeten die Grundlage für die Zweite Wiener Moderne und ihre radikale Vision vom Neuen Menschen als klassenbewusstem, aufgeklärtem Citoyen.

 

Eine eigentümliche Rolle spielte im Roten Wien der Film: als umstrittenes Mittel der Unterhaltung, der Wahlwerbung, der Volksaufklärung, als Dokument proletarischen Selbstverständnisses, ab den frühen 1930ern zunehmend als Medium privater Aufzeichnung und als Hobby. In der gemeinsamen Veranstaltung des Filmmuseums und des Ludwig Boltzmann Institute for Digital History werden signifikante Filmdokumente des Roten Wien sowie zeitgenössische Texte zum Film vorgestellt und mit Expert*innen (u.a. Joachim Schätz, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien) und dem Publikum diskutiert.

 

Achtung: Aufgrund des WKR-Balls ist rund um die Hofburg mit umfangreichen Absperrungen zu rechnen. Das Österreichische Filmmuseum empfiehlt Reservierung oder Kartenerwerb im Vorverkauf sowie Mitführen eines Tickets und/oder der Reservierungsbestätigung.

Lisa Gotto, Sebastian Lederle (Hg.):

Hollywood im Zeitalter des Post Cinema. Eine kritische Bestandsaufnahme

Transcript 2020

 

Wenn von Hollywood die Rede ist, meint man mehr als nur einen abendfüllenden Spielfilm. Hollywood verkörpert eine bestimmte kulturelle Rolle des Kinos und kommt damit nicht nur als und im Film vor: Es kann auch durch seine Filme exemplarisch vorführen, was Kino sein kann. Doch was ist an Hollywood als einer zentralen Gestalt des Erzählkinos in Zeiten des Post Cinema immer noch interessant? Wie kann man über Hollywood nachdenken, ohne die Dichotomie zwischen europäischer Avantgarde und US-amerikanischer Unterhaltung zu reproduzieren? Und wie reagiert Hollywood auf die zunehmenden Serialisierungs- und Remedialisierungstechniken des Filmischen? Der Band stellt diese Fragen in den Mittelpunkt und betrachtet Hollywood als Kreuzungspunkt kultureller, ästhetischer und ökonomischer Aushandlungen.

 

Mit Beiträgen von Thomas Elsaesser, Lorenz Engell, Josef Früchtl, Gertrud Koch, Michaela Ott, Martin Seel u.v.m.

Franziska Bruckner, Jana Koch, Alexandra Valent (Hg.):

Filmfestivals, in Theory

In: Maske und Kothurn. Internationale Beiträge zur Theater-, Film- und Medienwissenschaft, 64. Jg. Heft 3.

Wien: Böhlau 2019

 

 

Zeitgenössische Filmfestivals erfüllen mehrere Aufgaben: Einerseits machen sie Film für ein breites Publikum zugänglich und erfahrbar. Andererseits übernehmen sie eine wichtige Filterfunktion, da die aktuell produzierten Filme in ihrer Gesamtheit im regulären Kinobetrieb nicht mehr annähernd ausgewertet werden können. Auch wenn Filmfestivals ursprünglich für die Branche von der Branche entstanden sind, können diese heute als Plattformen für Diskussionen und den Erfahrungsaustausch kreativer Kräfte verstanden werden.

 

Filmfestivals, in Theory beleuchtet ausgewählte Aspekte der aktuellen österreichischen sowie internationalen Festivallandschaft. Ein spezieller Fokus liegt auf der Interaktion von Festivalbetrieb und Filmwissenschaft, die in den letzten Jahren präsenter geworden ist, aber immer schon wichtig war. Das gemeinsame Ziel beider ist es schließlich, dem Film als Kunstform einen Raum zu geben und Filmkultur hochzuhalten.

 

Herausgegeben von: Franziska Bruckner, Jana Koch, Alexandra Valent

 

Mit Beiträgen von: Alejandro Bachmann, Franziska Bruckner, Valerie Dirk, Juergen Hagler, Jana Koch, Skadi Loist, Olaf Möller, Verena Teissl, Alexandra Valent, Georg Vogt

"Die Presse" über Andrea Seiers Habilitationsschrift.

 

Zum Bericht von Cornelia Grobner in "Die Presse" (Print-Ausgabe, 01.02.2020) über Andrea Seier Mikropolitik der Medien, erschienen 2019 bei Kadmos (Berlin).

Filmhaus am Spittelberg / Jugend ohne Film

HIDDEN SMILES

 

Die verborgene Komödie nach 2000: In der vom Filmkollektiv „Jugend ohne Film“ kuratierten Reihe „Hidden Smiles“ soll dem utopischen Potenzial des Lachens in diesem Jahrtausend nachgespürt werden. In Zeiten, in denen das Kino oft auf sein politisches Gehalt hin untersucht wird, werden sich jene Ausbrüche und Befreiungen angesehen, die das Lachen und die Komödie zurück in unsere Wahrnehmung bringen. Weniger als Genre, denn als Teil der Realität.

 

18. Februar, 20:15 – Where does your hidden smile lie? + 6 Bagatelas (Pedro Costa)

 

Where Does Your Hidden Smile Lie?“, fragen Pedro Costa und Thierry Lounas in dem dieser Schau ihren Titel gebenden Film. Das versteckte Lächeln ertönt hier in Kombination mit dem Kurzfilm „6 Bagetallas“ aus dem Schneideraum des zwischen Deutschland und Frankreich als radikal und eigenwillig bekannten Filmemacherpaar Danièle Huillet und Jean-Marie Straub. Die Filme sind nicht nur eine Hommage an ihr Werk, sondern auch eine Offenbarung ihrer Arbeitsweise in der immer wieder ein unerwarteter Humor steckt.

HIDDEN SMILES

 

Die verborgene Komödie nach 2000: In der vom Filmkollektiv „Jugend ohne Film“ kuratierten Reihe „Hidden Smiles“ soll dem utopischen Potenzial des Lachens in diesem Jahrtausend nachgespürt werden. In Zeiten, in denen das Kino oft auf sein politisches Gehalt hin untersucht wird, werden sich jene Ausbrüche und Befreiungen angesehen, die das Lachen und die Komödie zurück in unsere Wahrnehmung bringen. Weniger als Genre, denn als Teil der Realität.

 

 

 

18. Februar, 20:15 – Where does your hidden smile lie? + 6 Bagatelas (Pedro Costa)

 

Where Does Your Hidden Smile Lie?“, fragen Pedro Costa und Thierry Lounas in dem dieser Schau ihren Titel gebenden Film. Das versteckte Lächeln ertönt hier in Kombination mit dem Kurzfilm „6 Bagetallas“ aus dem Schneideraum des zwischen Deutschland und Frankreich als radikal und eigenwillig bekannten Filmemacherpaar Danièle Huillet und Jean-Marie Straub. Die Filme sind nicht nur eine Hommage an ihr Werk, sondern auch eine Offenbarung ihrer Arbeitsweise in der immer wieder ein unerwarteter Humor steckt.

Kritiken, Collagen, Reflexionen des tfm

 

tfmlog.univie.ac.at

 

tfmlog ist eine Plattform des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Sie versammelt Kritiken und künstlerische Auseinandersetzungen zu Theater, Film und Medien von Studierenden. Die studentischen Arbeiten vereinen theoretische Reflexion mit praktischen und kreativen Zugängen zu den Gegenständen des tfm; sie entstehen im Rahmen von Lehrveranstaltungen.

 

Kontakt zu tfmlog: log.tfm@univie.ac.at

 

Abbildung: "216" by Gerhard Palnstorfer is licensed under CC BY-NC-SA 2.

DISABLED BY NORMALITY

 

DISABLED BY NORMALITY. Essays zu Illness, Disability und Queer Crip Theory

Stefan Schweigler (Hg.)

 

Studierende des MA tfm recherchierten im Rahmen der Lehrveranstaltung „Illness, Disability und Queer Crip Theorie in der Medienwissenschaft“ zu zeitgenössischen medialen Phänomenen, die sie unter Gesichtspunkten von Cost-of-Illness Studies, Deaf und Disability Studies sowie Queer Crip Theory intersektional problematisierten.

 

Es entstand eine Ausgabe des tfmlog, die vielfältige und abwechslungsreiche Perspektiven und Anwendungsgebiete zwischen Queer- und Disability-Zugängen versammelt und zugleich programmatisch die sie verbindende politische Dringlichkeit intersektionaler Medienanalyse betont

Gabriele C. Pfeiffer erhielt Anerkennungsurkunde der Dr. Maria Schaumayer Stiftung.

 

Für ihre Habilitationsschrift "Ephemer und leibhaftig. Schauspielerische Erkundungen von Ariane Mnouchkine, Carmelo Bene und Jerzy Grotowski" wurde Gabriele C. Pfeiffer die Anerkennungsurkunde der Dr. Maria Schaumayer Stiftung überreicht. Die Preisverleihung fand am 6. März 2020 im Sitz der Stiftung im Club alpha in der Stubenbastei im ersten Wiener Gemeindebezirk statt.

 

Die Dr. Maria Schaumayer-Stiftung wurde 1991 anlässlich des 60. Geburtstages der damaligen Nationalbankpräsidentin gegründet. Sie dient ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken und der Förderung von Frauen für Führungspositionen, insbesondere aufgrund hervorragender wissenschaftlicher Leistungen.

 

Präsentationen/Diskussionen

 

6. März 2020

14 - 18 Uhr

Raum 2H 558

 

Isolde Schmid-Reiter (Hg.):

Worttonmelodie

Die Herausforderung, Wagner zu singen

ConBrio 2020

 

 

Nach dem ebenfalls von der Europäischen Musiktheater-Akademie herausgegebenen Band „Poetischer Ausdruck der Seele“: Die Kunst, Verdi zu singen reflektiert die vorliegende Publikation das Phänomen des Wagner-Gesangs, in Grundfragen wie in Details und den Zielsetzungen der Akademie entsprechend aus wissenschaftlicher Perspektive wie aus praktischer Erfahrung. Worin liegt die besondere Herausforderung, Wagner zu singen? Wie definiert sich eine ‚Wagner-Stimme‘ und welche fundamentalen Merkmale bestimmen eine sogenannte ‚große Stimme‘, über deren Mangel immer wieder Klage geführt wurde und wird?

 

Wagners eigene Ideen und Ideale im Spannungsverhältnis zwischen Anforderungen und Realisierbarkeit, seine Äußerungen über Gesangsästhetik und seine in zahlreichen Schriften dargelegten Ansprüche und Desiderata werden in diesem Zusammenhang nochmals hinterfragt: Die „Worttonmelodie der menschlichen Stimme“, von der Wagner in Oper und Drama schreibt, als eine Symbiose von ‚Wortsprache‘ und ‚Tonsprache‘, Wagners mitunter zum missverstandenen Dogma erhobene Idee des Sprachgesangs und ihre Bedeutung für die Gesangstechnik sowie seine Vorstellung von „Gesangswohllaut“ und „deutschem Belcanto“, Stimmfächer und Stimmtypen in seinen Werken und die Frage nach dem Sänger-Darsteller im Heldenfach werden in Beiträgen internationaler Wissenschaftler und weltweit renommierter Wagner-Interpreten aus historischer wie aktueller Perspektive zur Diskussion gestellt.

 

Mit Beiträgen von Piotr Beczala, Aviel Cahn, John Deathridge, Angela Denoke, Tatjana Gürbaca, Clemens Hellsberg, Germinal Hilbert, Kasper Holten, Tomasz Konieczny, Thomas Lausmann, Marjana Lipovšek, Laurenz Lütteken, Christoph Ulrich Meier, Dominique Meyer, Stephan Mösch, Andrew Moravcsik, Dirk Mürbe, Deborah Polaski, Thomas Seedorf, Isolde Schmid-Reiter, David Trippett, Susanne Vill, Simone Young

Videobasierter Doktorand*innen-Workshop

 

Unter dem Titel „DIS(S)-CONNECT II – Wie Medien uns trennen und verbinden“ hat von 16.–18. April 2020 ein videobasierter Doktorand*innen-Workshop stattgefunden.

 

Vor dem Hintergrund der Diversität in Zugängen und Gegenständen zu Verfasstheit, Form und Inhalten unterschiedlicher medialer Phänomene, sind Doktorand*innen des tfm Wien im Anschluss an die Auftaktveranstaltung DIS(S)-CONNECT I, die vom 25.–27. April 2019 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stattgefunden hat, zum wiederholten Mal mit anderen in Austausch getreten.

 

In einem interdisziplinären Setting konnten Doktorand*innen unterschiedlicher Universitäten aus dem deutschsprachigen Raum im Format eines Workshops über Forschungsthemen und Promotionsvorhaben gemeinsam diskutiert: neben Vorträgen zu Forschungsprojekten gab es Raum für eine gemeinsame Textbesprechung, Kleingruppendiskussionen zu doktoratsspezifischen Themen und um weitere Vernetzungstreffen zu initiieren. Kontakte, die bereits während des Workshops in Mainz 2019 geknüpft wurden, konnten weiter vertieft werden. Die Grundidee der Auftaktveranstaltung, über trennende und verbindende Elemente des Medialen gemeinsam zu diskutieren, wurde entsprechend unter den Bedingungen zur Eindämmung von COVID-19 fortgesetzt, die Nachwuchs-Forscher*innen aller Disziplinen vor neue Herausforderungen stellt.

 

Inhaltlich setzte sich DIS(S)-CONNECT II insbesondere mit der Problematisierung unterschiedlicher Medienbegriffe auseinander. Darüber hinaus wurde das sich für DIS(S)-CONNECT I bewährte Vorgehen, Konzepte von Medialität in paradigmatischen Begriffen zu denken, weitergeführt. Neben dem Begriff der Medien wurden Termini vorgeschlagen, die immer auch mit medialen Prozessen korrespondieren: Politik, Wissen und Material.

 

Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten und Programmpunkten im Book of Abstracts.

 

Isabella Reicher (Hg.)

Eine eigene Geschichte. Frauen Film Österreich seit 1999

Wien: Sonderzahl 2020

 

Im September 1999 feierte "Nordrand" von Barbara Albert im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig seine Uraufführung. Das Langfilmdebüt der Wienerin war der erste Film einer österreichischen Regisseurin, der in diese prestigeträchtige Sektion eingeladen wurde. Der Sammelband "Eine eigene Geschichte. Frauen Film Österreich seit 1999" nimmt dieses Ereignis als Ausgangspunkt einer Erfolgsgeschichte mit internationaler Resonanz. In Form von Werkporträts, Thementexten und Gesprächen hält er Rückschau auf das, was in den zwei Jahrzehnten seither geschah. Im Zentrum stehen jene zeitgenössischen Filmemacherinnen, deren Arbeiten um die Jahrtausendwende, zeitgleich oder gemeinsam mit Albert, erstmals öffentlich wahrgenommen wurden und die die heimische Filmlandschaft auch für nachkommende Kolleginnen nachhaltig umkrempelten.Der abendfüllende Kinospielfilm war dabei nur eine von vielen filmischen Ausdrucksmöglichkeiten. In den Beiträgen zu Eine eigene Geschichte finden dokumentarische Arbeiten, Hybridformen oder abstrakte (digitale) Laufbildkompositionen ebenso Berücksichtigung wie experimentelle Filmgeschichtsbefragungen, kurze Spielfilme oder Animationen, die im Kinokontext vertreten sind.

 

Originalbeiträge zur Filmarbeit von: Barbara Albert, Kurdwin Ayub, Katrina Daschner, Sabine Derflinger, Tina Frank, Jessica Hausner, LIA, Ivette Löcker, Ruth Mader, Sabine Marte, Billy Roisz, Anja Salomonowitz, Edith Stauber, Antoinette Zwirchmayr, u.v.a.m.

 

Die Beiträge stammen von: Andrea B. Braidt, Esther Buss, Roman Gerold, Maike Mia Höhne, Naoko Kaltschmidt, Dominik Kamalzadeh, Michelle Koch, Birgit Kohler, Claudia Lenssen, Melanie Letschnig, Verena Mund, Doris Priesching, Karin Schiefer, Dietmar Schwärzler, u.v.a.m.

Die neue Ausgabe von [rezens.tfm] ist mit 18 Rezensionen erschienen.

 

Die neue Ausgabe 2020/1 wurde veröffentlicht! 18 Rezensionen aus dem Bereich der Kultur- und Geisteswissenschaften mit Schwerpunkt Theater, Film und Medien:

THEATER

 

Rezension von Friedemann Kreuder zu Gerda Baumbach: Schauspieler. Historische Anthropologie des Akteurs, Bd. 2: Historien. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-01)

Rezension von Laurette Burgholzer zu Annette Dabs/Tim Sandweg (Hg.): Der Dinge Stand/The State of Things. Zeitgenössisches Figuren- und Objekttheater. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-02)

Rezension von Darija Davidovic zu Marija Đokić: Eine Theaterlandschaft für Belgrad. Verflechtungen nationaler und europäischer Theaterpraktiken 1841–1914. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-03)

Rezension von Christian Benesch zu Jan Horstmann: Theaternarratologie. Ein erzähltheoretisches Analyseverfahren für Theaterinszenierungen. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-04)

Rezension von Anke Charton zu Sergio Morabito: Opernarbeit. Texte aus 25 Jahren. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-05)

Rezension von Stefanie Schmitt zu James Shapiro: Shakespeare in a Divided America. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-06)

Rezension von Ingo Rekatzky zu Tim Zumhof: Die Erziehung und Bildung der Schauspieler. Disziplinierung und Moralisierung zwischen 1690 und 1830. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-07)

 

 

FILM

 

Rezension von Laura Katharina Mücke zu Lars C. Grabbe/Patrick Rupert-Kruse/Norbert M. Schmitz (Hg.): Immersion – Design – Art: Revisited. Transmediale Formprinzipien neuzeitlicher Kunst und Technologie. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-08)

Rezension von Joachim Schätz zu Katherine Groo: Bad Film Histories. Ethnography and the Early Archive. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-09)

Rezension von Manuel Föhl zu Daniel Möhle: Überlegungen zur Dramaturgie des Kurzspielfilms. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-10)

Rezension von Jan-Hendrik Müller zu Volker Pantenburg (Hg.): Gerhard Friedl. Ein Arbeitsbuch. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-11)

Rezension von Michaela Wünsch zu Lima Sayed: Weiße Helden im Film. Der »White Savior Complex« – Rassismus und Weißsein im US-Kino der 2000er Jahre. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-12)

MEDIEN

 

Rezension von Ulrike Wirth zu Clemens Apprich/Wendy Hui Kyong Chun/Florian Cramer/Hito Steyerl: Pattern Discrimination. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-13)

Rezension von Stefan Schweigler zu Elizabeth Ellcessor/Bill Kirkpatrick (Hg.): Disability Media Studies. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-14)

Rezension von Franziska Bruckner zu Rebecca Haar: Simulation und virtuelle Welten. Theorie, Technik und mediale Darstellung von Virtualität in der Postmoderne. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-15)

Rezension von Christina Wieder zu Nadja Köffler: Vivian Maier und der gespiegelte Blick. Fotografische Positionen zu Frauenbildern im Selbstporträt. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-16)

Rezension von Markus Spöhrer zu Sascha Pöhlmann (Hg.): Playing the Field. Video Games and American Studies. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-17)

Rezension von David Krych zu Andreas Wolfsteiner: Sichtbarkeitsmaschinen. Zum Umgang mit Szenarien. (DOI:10.25365/rezens-2020-1-18)

 

Wir wünschen eine interessante Lektüre!

 

Mit besten Grüßen,

die [rezens.tfm]-Redaktion der aktuellen Ausgabe:

 

Angelika Beckmann

Theresa Eisele

Louise Haitz

Stefan Hulfeld

David Krems

Laura Katharina Mücke

Julia Preisker

Stefanie Schmitt

Hollywood im Zeitalter des Post Cinema.

 

Lisa Gotto und Sebastian Lederle gaben der Gerda-Henkel Stiftung ein Interview zum Buch Hollywood im Zeitalter des Post Cinema.

 

 

Klemens Gruber

Die polyfrontale Avantgarde Medien und Künste 1912-1936

Wien: Sonderzahl 2020

 

Zur Verlagsseite

 

Die Geschicke der Avantgarde überdauerten ihr Schicksal: ihre Liquidierung

 

Dass die Erfindungen der Avantgarde das 20. Jahrhundert der Abstraktion, der Massenmedien und der Massaker bestimmten, dass ihre Arsenale bis heute von der Unterhaltungsindustrie und Werbebranche geplündert werden, dass Avantgardistisches zwar bonsaïsiert und fragmentarisiert, aber doch in alle Bereichen der Massenkultur sich infiltriert hat, ist offenkundig. So erfüllt sich ein Traum der Avantgarde – allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: Weit entfernt von der Konstruktion möglicher Welten, abgeschnitten von der Zirkulation utopischer Entwürfe, eingemeindet in einfältige Expansion, verkommen die avantgardistischen Intentionen im Ersatzteillager des Normalltags. Dabei haben die Ingenieure – wie sich die Künstler der russischen Avantgarde Anfang der 1920er Jahre voll Stolz nannten – nicht nur den technischen Erfindungen ästhetische Verfahren abgewonnen, in ihren theoretischen und künstlerischen Arbeiten sind sie über die gegebenen technischen Möglichkeiten weit hinausgegangen.

 

Was macht die historische Avantgarde zu unserer Zeitgenossin?

 

»Polyfrontal« – kein Wort, das in Wörterbüchern zu finden wäre, aber trotzdem intuitiv leicht zu verstehen ist. Die Fronten der Avantgarde-Künste im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts verliefen jedenfalls quer durch Europa: durch Italien und Russland, durch Frankreich, Deutschland und die Schweiz. Mit ihren ungestümen ästhetischen Anschlägen auf den »öffentlichen Geschmack« überwand die Avantgarde die bisherigen Wahrnehmungsgewohnheiten und kündigte eine neue Art die Welt zu sehen an. In seiner umfassenden Studie zeigt Klemens Gruber, Professor für Intermedialität an der Universität Wien, wie aufbauend auf diesen avantgardistischen Vorstößen intermediale Phänomene zur dominierenden kulturellen Realität geworden sind. Im Jahrhundert der verwischten Genres und der struppigen Codes schuf die Verbindung von Kunst und Technik – von der Inszenierung der Schrift bis zur »Kinofizierung« der Künste – gänzlich neue Ausdrucksformen, die nicht länger mit den herkömmlichen Begriffen künstlerischer Kreativität beschrieben werden können. Die Avantgarde hatte die naturalistische Landschaft verlassen. Ihre Kunst entstand in prinzipieller Auseinandersetzung mit den modernen Massenmedien. Schon die Fotografie hatte die Malerei dazu gebracht, mit allen Formen der Imitation bis hin zur Abstraktion zu brechen. Das Kunstwerk als Abbild – gemalt »nach der Natur« – hatte seinen Sinn verloren, die Künstler waren gezwungen, »nach ihren Ideen« zu arbeiten, wie Marcel Duchamp einmal sagte. Und sie stellten die Welt unter dem Aspekt ihrer Veränderbarkeit dar. Die Untersuchung zeigt, welche Weichenstellungen in den 10er und 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch möglich schienen, welche Alternativen in Reichweite lagen, welche Niederlagen ausweichlich waren. Für Klemens Gruber haben in der Polyfrontalen Avantgarde die Bilder oftmals den Überlegungen Kontur verliehen, bisweilen den Text organisiert, und ihre Präsentation soll diese argumentative Dynamik nicht zum Verschwinden bringen. Durch ihre Anordnung verweisen die Bilder auf andere – andere Bilder und andere Anordnungen

Klemens Gruber

Die polyfrontale Avantgarde Medien und Künste 1912-1936

Wien: Sonderzahl 2020

 

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Die Geschicke der Avantgarde überdauerten ihr Schicksal: ihre Liquidierung

 

Dass die Erfindungen der Avantgarde das 20. Jahrhundert der Abstraktion, der Massenmedien und der Massaker bestimmten, dass ihre Arsenale bis heute von der Unterhaltungsindustrie und Werbebranche geplündert werden, dass Avantgardistisches zwar bonsaïsiert und fragmentarisiert, aber doch in alle Bereichen der Massenkultur sich infiltriert hat, ist offenkundig. So erfüllt sich ein Traum der Avantgarde – allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: Weit entfernt von der Konstruktion möglicher Welten, abgeschnitten von der Zirkulation utopischer Entwürfe, eingemeindet in einfältige Expansion, verkommen die avantgardistischen Intentionen im Ersatzteillager des Normalltags. Dabei haben die Ingenieure – wie sich die Künstler der russischen Avantgarde Anfang der 1920er Jahre voll Stolz nannten – nicht nur den technischen Erfindungen ästhetische Verfahren abgewonnen, in ihren theoretischen und künstlerischen Arbeiten sind sie über die gegebenen technischen Möglichkeiten weit hinausgegangen.

 

Was macht die historische Avantgarde zu unserer Zeitgenossin?

 

»Polyfrontal« – kein Wort, das in Wörterbüchern zu finden wäre, aber trotzdem intuitiv leicht zu verstehen ist. Die Fronten der Avantgarde-Künste im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts verliefen jedenfalls quer durch Europa: durch Italien und Russland, durch Frankreich, Deutschland und die Schweiz. Mit ihren ungestümen ästhetischen Anschlägen auf den »öffentlichen Geschmack« überwand die Avantgarde die bisherigen Wahrnehmungsgewohnheiten und kündigte eine neue Art die Welt zu sehen an. In seiner umfassenden Studie zeigt Klemens Gruber, Professor für Intermedialität an der Universität Wien, wie aufbauend auf diesen avantgardistischen Vorstößen intermediale Phänomene zur dominierenden kulturellen Realität geworden sind. Im Jahrhundert der verwischten Genres und der struppigen Codes schuf die Verbindung von Kunst und Technik – von der Inszenierung der Schrift bis zur »Kinofizierung« der Künste – gänzlich neue Ausdrucksformen, die nicht länger mit den herkömmlichen Begriffen künstlerischer Kreativität beschrieben werden können. Die Avantgarde hatte die naturalistische Landschaft verlassen. Ihre Kunst entstand in prinzipieller Auseinandersetzung mit den modernen Massenmedien. Schon die Fotografie hatte die Malerei dazu gebracht, mit allen Formen der Imitation bis hin zur Abstraktion zu brechen. Das Kunstwerk als Abbild – gemalt »nach der Natur« – hatte seinen Sinn verloren, die Künstler waren gezwungen, »nach ihren Ideen« zu arbeiten, wie Marcel Duchamp einmal sagte. Und sie stellten die Welt unter dem Aspekt ihrer Veränderbarkeit dar. Die Untersuchung zeigt, welche Weichenstellungen in den 10er und 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch möglich schienen, welche Alternativen in Reichweite lagen, welche Niederlagen ausweichlich waren. Für Klemens Gruber haben in der Polyfrontalen Avantgarde die Bilder oftmals den Überlegungen Kontur verliehen, bisweilen den Text organisiert, und ihre Präsentation soll diese argumentative Dynamik nicht zum Verschwinden bringen. Durch ihre Anordnung verweisen die Bilder auf andere – andere Bilder und andere Anordnungen.

Die Staatsoper öffnet die Generalproben für junges Publikum unter 27 Jahren

 

Die Staatsoper für ein junges Publikum noch zugänglicher zu machen ist eines der zentralen Vorhaben der neuen Direktion. Mit Unterstützung der Belegschaft des Hauses setzt Bogdan Roščić nun einen wichtigen ersten Schritt: die Öffnung der Generalproben für alle unter 27. Beginnend mit der der ersten Produktion der neuen Spielzeit, Puccinis »Madama Butterfly«, können Besucherinnen und Besucher bis zu einem Alter von 27 Jahren alle neuen Opern- und Ballettproduktionen am Haus schon vor dem offiziellen Premierentermin erleben.

 

Die Aktion startet mit der Generalprobe der >>Madama Butterfly<<

 

Tickets für »Madama Butterfly«, aber auch für die Generalproben zu den folgenden Premieren (im Oktober: »Die Entführung aus dem Serail« und »Eugen Onegin«) sind ab sofort erhältlich.

IMMERSION | REFLEXION

Zwei Rezeptionskonzepte im Widerstreit

 

Das alltagssprachliche Modewort ›Immersion‹ will als all-inclusive concept zeitgenössische Medienformen beschreiben, die ihre Zuschauer*innen körperlich wie geistig allumfassend vereinnahmen. Gleichzeitig besteht die Kompetenz heutiger aufgeklärter Medien-User*innen insbesondere darin, sich wissend von den manipulativen Effekten von Medien distanzieren zu können.

 

Im Spannungsfeld zwischen diesen beiden totalitär gedachten Zuständen – zwischen einer näheerzeugenden Immersion und einer distanzerzeugende Reflexion – positionieren sich die Texte der Studierenden: Sie verstehen Medienwirkungen und Rezeptionsprozesse stattdessen als dynamische und oszillierende Bewegung der User*innen zwischen ihrer eigenen und der simulierten Welt. Dabei interessieren sie sich inbesondere dafür, in welcher Form durch diese dynamische Bewegung Kunst zur Form der Gesellschaftskritik, zur Möglichkeit der Selbst- und Fremdwahrnehmung und damit zum Lebensraum wird, der uns heute mehr denn je unmittelbar und multimodal umgibt.

 

Es entstand eine Ausgabe des tfmlog, mit 20 Beiträgen zu den Themenbereichen Kunst als Gesellschaftskritik – Andere | Ver | Stehen, Kunst als Subjektpositionierung – Selbst | Ver | Lust, sowie Kunst als/im Lebensraum – Welt | Ver | Orten.

Dieter Bandhauer, Klemens Gruber und Monika Meister im Gespräch

 

Mittwoch, 07. Oktober 2020, 19.00

 

Was macht die Avantgarde zur Zeitgenossin?

 

Gespräch

 

„Polyfrontal" – kein Wort, das in Wörterbüchern zu finden wäre, aber trotzdem intuitiv leicht zu verstehen. Mit ihren ungestümen ästhetischen Anschlägen auf den ‚öffentlichen Geschmack' überwand die frühe Avantgarde die bisherigen Wahrnehmungsgewohnheiten und kündigte eine neue Art die Welt zu sehen an. „Wann erzeugt die Technik ästhetische Werte?" fragte die Avantgarde und versuchte, sich die modernen Massenmedien anzueignen, sie für künstlerische Zwecke zu entwenden. Dabei stellte sie die Welt unter dem Aspekt ihrer Veränderbarkeit dar.

 

Dieter Bandhauer, Verleger, Buchmacher, Weinhändler

 

Klemens Gruber, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft

 

Monika Meister, Forschungsplattform Elfriede Jelinek

 

Klemens Gruber: Die polyfrontale Avantgarde. Medien und Künste 1912 –1936. Sonderzahl, Wien 2020

Periodical - soeben erschienen

 

Das Periodical Medienkomparatistik eröffnet ein neues Forum für vergleichende Medienwissenschaft. Das Zusammenwirken unterschiedlicher Medien und verschiedener medialer Praktiken spielt nicht nur in der gegenwärtigen Alltagswelt eine zunehmend bedeutende Rolle. Vielmehr hat sich in den letzten Jahren, ausgehend von den literatur-, kunst-, und medienwissenschaftlichen Einzeldisziplinen ein fächerübergreifendes Diskussionsfeld herausgebildet, das sich gezielt Fragen des Medienvergleichs und der Interferenz von Medien widmet. Dieser interdisziplinäre Forschungsbereich erlebt derzeit in den Kulturwissenschaften eine erstaunliche Konjunktur. Neben der vergleichenden Methodologie als wichtige heuristische Grundlage besteht eine weitere Zielsetzung der Medienkomparatistik darin, allgemeine Kriterien zur systematischen Erfassung der einzelnen Medien zu entwickeln und ihre jeweiligen Operationsleistungen in sich wandelnden kulturellen Kontexten zu erkunden. Dabei soll ein weites Spektrum medialer Formen und Verfahren einbezogen werden, das von analogen und digitalen Bild- und Schriftmedien über dispositive Anordnungen bis hin zu diskursiven Wissensformationen reicht.

 

Das Periodical Medienkomparatistik wird herausgegeben von Prof. Dr. Lisa Gotto (Universität Wien) und Prof. Dr. Annette Simonis (Universität Gießen).

 

Inhalt dieser Ausgabe:

Kay Kirchmann / Nicole Wiedenmann (Erlangen)

„The art of making beautiful prints in less than an hour“. Die Dunkelkammer in filmischer Reflexion

Annette Simonis (Gießen)

„The art of narration lies in the eye of the beholder.“ Der Rezipient als Beobachter höherer Ordnung in transmedialen Erzählprozessen

 

Laura Zinn (Gießen)

Autorschaft in Serie. Autorschaftskonzepte in audiovisuellen Serienformaten

 

Markus Krajewski (Basel)

‚Tell your life story.‘ Über Facebooks autobiographischen Imperativ

 

Peter Klimczak (Cottbus)

Fremde Welten – Eigene Welten. Zur kategorisierenden Rolle von Abweichungen für Fiktionalität

 

Alexandra Müller (Gießen)

Virtuelle Räume, digitale Kommunikation und metaphorische Netzwerke. Zur intermedialen Darstellung des Internets in Film und Fernsehen

 

Linda Simonis (Bochum)

Epigraphische Regierungskünste. Inschriften als Medien politischer Verfahrensweisen

 

Martin Sexl (Innsbruck)

Komparatistik und Gegenwartskunst

 

Isabelle Stauffer (Eichstätt)

Ein mediales Spiel um das Erkennen und Verkennen von Gefühlen. Briefe in Max Ophüls’ Letter from an unknown woman und Joe Wrights Atonement

 

Dominik Schrey (Freiburg)

Medienglaziologie. Kartierungen einer Medialität der Gletscher

 

Internationale Konferenz, 8.-9.10.2020

 

Im umfangreichen Œuvre des kaiserlichen Theateringenieurs Lodovico Ottavio Burnacini (1636–1707) im Bestand des Theatermuseums in Wien sind ca. 125 Handzeichnungen den Bereichen Groteske und Comœdie zuzuordnen. Ungeheuerliche und kuriose Figuren, minutiöse Studien nicht ebenmäßiger Gesichter und szenische ›Wimmelbilder‹ treffen auf Maskenfiguren der Commedia all’improvviso. Geprägt von leuchtenden Farben, Exzentrik und lustvoller Veränderung ›natürlicher‹ Proportionen, zeugen Burnacinis Zeichnungen von einem Menschenbild, in dem die Grenzen zwischen dem Pflanzlichen, Tierischen, Mechanischen und Humanen verschwimmen. In dieser Konfusion scheinen Groteske und Comœdie einander zu bedingen. In einem Spiel, das bildliche Extreme verbindet, erzeugt die Unheimlichkeit des Un­ oder Andersförmigen das Lachen. Dieses wiederum verformt Leiber und Gesichter. Die Wiederentdeckung der ikonografisch erlesenen Zeichnungen Burnacinis regt zu einer multidisziplinären Auseinandersetzung mit dem Thema der Groteske und ihrer Rezeption an.

theatermuseum.at

 

Organisation:

Andrea Sommer-Mathis (Österreichische Akademie der Wissenschaften)

Stefan Hulfeld (Inst. für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien)

Rudi Risatti (Theatermuseum)

 

Anmeldung:

Eine persönliche Teilnahme im Theatermuseum ist aufgrund des COVID-19-Präventionskonzepts des Theatermuseums nur nach vorheriger Anmeldung unter konferenz@theatermuseum.at möglich.

Die Anmeldung zur Teilnahme via Zoom-Konferenz finden Sie hier.

 

Das gesamte Programm und weitere Informationen finden Sie hier.

Gespräche über Theorien und Methoden

 

Am 13.11.2020 findet der zweite Workshop des Netzwerks Drehbuchforschung zum Thema "Gespräche über Theorien und Methoden" statt. Anmeldungen zu diesem Online-Event erfolgt per Mail an Claus Tieber.

Online-Symposium Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek

 

Unter dem Titel „Aktualisierung oder Auslöschung? Die Kunst der Überschreibung" veranstaltet der Interuniversitäre Forschungsverbund Elfriede Jelinek der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien am 26.11. und 10.12.2020 ein interdisziplinäres Online-Symposium.

 

Das Symposium, das in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum und Wien Modern stattfindet, befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen künstlerischem Werk, seiner Interpretation und Tradierung – und den damit verbundenen Praktiken der Fort-, Neu- und Weiterschreibung. Ausgangspunkte sind Elfriede Jelineks künstlerische Produktionstechniken und die Intertextualität in ihren Arbeiten.

 

Wie ist die spezifische Materialität von Kunstwerken in den verschiedenen Künsten – in Literatur, Musik, Theater, Oper, Tanz und bildender Kunst – zu fassen und zu beschreiben? Welche (intermedialen) Formen der Weiter- oder Überschreibung kommen bei der Analyse und Rezeption eines Werks zum Einsatz? Und welche Auswirkung haben gesellschaftliche Rahmenbedingungen auf künstlerische Formgebungsverfahren und die Überlieferung von Kunstwerken? Diese Fragen werden in Form interdisziplinärer, künstlerischer und wissenschaftlicher sowie künstlerisch-wissenschaftlicher Beiträge erörtert.

 

„Aktualisierung oder Auslöschung? Die Kunst der Überschreibung"

Interdisziplinäres Online-Symposium

26.11. und 10.12.2020, ab 17.30, jeweils für 24 h online abrufbar

Die neue Ausgabe von [rezens.tfm] ist mit 16 Rezensionen erschienen.

 

Die neue Ausgabe 2020/2 wurde veröffentlicht! 16 Rezensionen aus dem Bereich der Kultur- und Geisteswissenschaften mit Schwerpunkt Theater, Film und Medien:

THEATER

Rezension von Veronika Zangl zu Evelyn Annuß: Volksschule des Theaters. Nationalsozialistische Massenspiele. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-01)

Rezension von Adam Czirak zu Leon Gabriel/Nikolaus Müller-Schöll (Hg.): Das Denken der Bühne. Szenen zwischen Theater und Philosophie. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-02)

Rezension von Stefanie Schmitt zu Heinrich-Böll-Stiftung/nachtkritik.de/weltuebergang.net (Hg.): Netztheater. Positionen, Praxis, Produktionen.. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-03)

Rezension von Hanna Huber zu Ric Knowles: The Cambridge Companion to International Theatre Festivals. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-04)

Rezension von Theresa Eisele zu Andreas Reckwitz: Das hybride Subjekt. Eine Theorie der Subjektkulturen von der bürgerlichen Moderne zur Postmoderne. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-05)

FILM

Rezension von Michael Brodski zu Lisa Åkervall: Kinematographische Affekte. Die Transformation der Kinoerfahrung. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-06)

Rezension von Jakob Larisch zu Heng Barone/Sanna Schulte/Sascha Tuchardt (Hg.): Figuren des Provokativen und Subversiven. Körper und Sexualität multimedial. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-07)

Rezension von Elisabeth Sommerlad zu Michael Pekler/Andreas Ungerböck: Wien. Eine Stadt als Filmkulisse. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-08)

Rezension von Senad Halilbašić zu Andrea Reiter: Kritik, Aktivismus und Prospektivität. Politische Strategien im postjugoslawischen Dokumentarfilm. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-09)

Rezension von Deniss Boldavesko zu Drehli Robnik: Ansteckkino. Eine politische Philosophie und Geschichte des Pandemie-Spielfilms von 1919 bis Covid-19. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-10)

Rezension von Simon Schneider zu Maren Scheurer: Transferences. The Aesthetics and Poetics of the Therapeutic Relationship. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-11)

MEDIEN

Rezension von Martina Kalser-Gruber zu Brigitte Biehl: Leadership in Game of Thrones. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-12)

Rezension von Nadja Köffler zu Vera Brandner: Generative Bildarbeit. Zum transformativen Potential fotografischer Praxis. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-13)

Rezension von David Krems zu Daniela Kuschel: Spanischer Bürgerkrieg goes Pop. Modifikationen der Erinnerungskultur in populärkulturellen Diskursen. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-14)

Rezension von Tim Glaser zu Markus Rautzenberg: Bild und Spiel. Medien der Ungewissheit. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-15)

Rezension von Laura Katharina Mücke und Robert Dörre zu Daniel Rode/Martin Stern (Hg.): Self-Tracking, Selfies, Tinder und Co. Konstellationen von Körper, Medien und Selbst in der Gegenwart. (DOI:10.25365/rezens-2020-2-16)

 

 

 

Wir wünschen eine interessante Lektüre!

 

Mit besten Grüßen,

die [rezens.tfm]-Redaktion der aktuellen Ausgabe:

 

Angelika Beckmann

Louise Haitz

Hanna Huber

Stefan Hulfeld

David Krems

Laura Katharina Mücke

Stefanie Schmitt

Stefan Schweigler

kuratiert von Andrea B. Braidt

 

Das österreichische Experimental- und Avantgardekino setzt sich seit mehr als 50 Jahren mit der Dekonstruktion weiblicher Sexualität auseinander. Das Programm zeigt mit Arbeiten von VALIE EXPORT, Maria Lassnig, Anna Spanlang, Kurdwin Ayub, Nana Swiczinsky, Ashley Hans Scheirl und Kathrina Daschner Positionen von queerer Weiblichkeit Avant-la-lettre bis zur Geschlechterkonstruktion des New Queer Cinema, von post(?)feministischen Weiblichkeiten zu Weiblichkeit als/und Maskerade und trans/femininities.

 

Zusammengestellt und Einführung ins Programm von Andrea B. Braidt

 

Queering femininities | sixpackfilm

Mo 11.01.2021, 19:00 Uhr

Metro Kinokulturhaus