Grotesk! Ungeheuerliche Künste und ihre Wiederkehr

26.02.2022

Soeben erschienen!

Stefan Hulfeld, Rudi Risatti, Andrea Sommer-Mathis (Hg.)
Grotesk! Ungeheuerliche Künste und ihre Wiederkehr

Zur Verlagsseite

Kuriose Figuren, minutiöse Studien nicht ebenmäßiger Gesichter, szenische ›Wimmelbilder‹ und Maskenfiguren der Commedia all’improvviso: 125 Zeichnungen Lodovico Ottavio Burnacinis  (1636–1707) im Bestand des Theatermuseums in Wien sind den Themen Groteske und Comoedie zuzuordnen. Geprägt von leuchtenden Farben und lustvoller Veränderung ›natürlicher‹ Proportionen, zeugen sie von einem Menschenbild, in dem die Grenzen zwischen dem Pflanzlichen, Tierischen, Mechanischen und Humanen verschwimmen. In dieser Konfusion erzeugt die Unheimlichkeit des Un- oder Andersförmigen das Lachen.

Die Wiederentdeckung der ikonografisch bemerkenswerten Blätter Burnacinis regte zu einer multidisziplinären Auseinandersetzung mit dem Thema der Groteske und ihrer Rezeption an.
Die zwei Abschnitte dieses Bandes befassen sich mit den Vorbildern Burnacinis und der zeitgenössischen Ikonografie des Grotesken, mit grotesken Praktiken in Literatur, Theater und Film bis in die Gegenwart sowie mit der Groteske als ästhetischer Kategorie.

Mit Beiträgen von Federico Celestini, Valentina Conticelli, Jerôme de la Gorce, Franz Fillafer, Elisabeth Grossegger, Christoph Leitgeb, Alessandro Pontremoli, Laura Ritter, Michael Rössner, Rainer Stollmann, Markus Wörgötter