Buchpublikationen 2025

Spielräume der Fantasie Kinder- und Familienoper: Eine Bestandsaufnahme

Isolde Schmid-Reiter, Peter Heilker (Hg.)
Spielräume der Fantasie
Kinder- und Familienoper: Eine Bestandsaufnahme
Schriften der Europäischen Musiktheater-Akademie, Bd. 17
Verlag ConBrio 2025

 

Diese Publikation widmet sich in Kooperation mit dem Theater an der Wien in einer Zusammenschau von Wissenschaft und Praxis nach einem 2004 ebenfalls in der Schriftenreihe der Europäischen Musiktheater-Akademie (https://musiktheater-akademie.eu) erschienenen Band abermals dem Musiktheater für Kinder. Kinder- und Familienoper wird nun aus multidisziplinärer Perspektive einer gegenwärtigen Standortbestimmung unterzogen, die die aktuelle Situation hinterfragt und zur Diskussion stellt. Die Beiträge internationaler Autoren und Autorinnen legen Zeugnis ab vom Bedeutungsgewinn, den das Genre Kinderoper im Laufe der vergangenen zwei Dezennien erfahren hat. Sie berichten von künstlerischen und theaterpraktischen Herausforderungen und Erfahrungen, Projekten und Formaten und reflektieren in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung die aktuellen Entwicklungen und Tendenzen innerhalb des breiten Spektrums an Möglichkeiten, Kinder am Erlebnis Musiktheater teilhaben zu lassen.

Mit Beiträgen von Gerald Maria Bauer, Anna Bernreitner, Thomas Birkmeir, Matthias Brandt, Tina Breckwoldt, Beate Breidenbach, André Comploi, Franziska Degé, Jonathan Dove, Paula Fünfeck, Gancho Ganchev, Giulia Giammona, Peter Heilker, Barbara Hellmayr, Gordon Kampe, Elena Kats-Chernin, Oliver Láng, Peter Lund, Anna Melcher, Vera Nemirova, Sabryna Pierre, Christiane Plank-Baldauf, Constanze Rora, Joscha Schaback, Helmut Schmidinger, Isolde Schmid-Reiter, Christian Schröder, Kerstin Schüssler-Bach, Thierry Tidrow, Pierangelo Valtinoni, Kai Weßler, Krysztina Winkel und Susanne Felicitas Wolf.

Erzählte Erregung. Affekt, Empathie und Geschlecht in den Medien

Erzählte Erregung
Erregung gilt in der Film- und Medienwissenschaft als audiovisuelles Phänomen, welches spiegelgleich jenen Zustand in den Betrachter_innen hervorrufen soll, den es darstellt. Die zentrale Vorannahme des vorliegenden Buchs lautet jedoch, dass Erregung erzählt werden muss: Die Autorin fasst „Erregung“ als Affekt, der als Bestandteil der Erzählung auf die Empathie der Zuschauer_innen wirkt, und von der Erzählperspektivierung spezifisch hervorgebracht wird. Braidt zeigt an einem weiten Spektrum von Fallbeispielen – von Serien wie The Sopranos und Mad Men zu künstlerisch-innovativen Filmen von Katrina Daschner, Ashley Hans Scheirl und Anna Jermolaeva, hin zu medial-performativen Arbeiten von Jakob Lena Knebl oder Belinda Kazeem-Kaminski – wie dieser performative Prozess der Erzählung geschlechterkonstitutiv wird.

Andrea B. Braidt
216 Seiten, Onlinequelle (E-Library)
Böhlau Verlag Wien, 1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-205-22242-2

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Mag. Dr. Andrea B. Braidt, Privatdoz. MLitt ist Film- und Medienwissenschafterin an der Universität Wien. Forschungsaufenthalte in Großbritannien und USA, Gastprofessur an der CEU in Budapest. Ihre Arbeitsfelder umfassen feministische Filmtheorie, Historiographie des (queeren) österreichischen Kinos, Epistemologien künstlerischer Forschung und experimenteller Filmformen sowie Erzähltheorie. Braidt ist Vorsitzende des Universitätsrats der Kunstuniversität Linz und sowie der Albertina Wien.

Virtual Reality und die Frage nach Empathie Queere film- und medienwissenschaftliche Perspektiven

Francis Wagner

Virtual Reality (VR) wird von Technologieunternehmen oft als Empathie-Maschine bezeichnet, die ein größeres Potential als andere Medien habe, Mitgefühl zu erzeugen. Diesem Versprechen geht Francis Wagner in vier unterschiedlichen Zugängen historisch und kritisch-analytisch nach. Die Medientechnologie VR offenbart dabei queere Potentiale, die in Differenz zu den kommerziellen Versprechen stehen: Sie liegen nicht im gemütlichen Nachempfinden einer anderen Erfahrung oder im Mitleid, sondern ergeben sich vielmehr aus der Kombination dynamischer Beziehungen, instabiler Subjektpositionen, unbequemem Einfühlen und daraus resultierender Reflexionen.
Francis Wagner arbeitet als Universitätsassistenz (PostDoc) an der Universität Wien. Wagner lehrt und forscht an den Schnittstellen von Film-, Medienwissenschaft und Queer Studies. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind Smartwatches, Fitness-/Gesundheitstracking und Gender, (Nicht-)Repräsentation von nicht-Binarität, Virtual Reality, Queer Cinema, Formen von Bewegtbildern, sowie Queer und Trans Media Studies.

2. April 2025, 276 Seiten
ISBN: 978-3-8376-7682-2

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Ein Themenheft der FOTOGESCHICHTE herausgegeben von David Krem

Der Spanische Bürgerkrieg war ein einschneidendes Ereignis in der europäischen Geschichte. Sein gesellschaftspolitisches Echo reicht bis in die Gegenwart. Im Jahr 2026 jährt sich der Beginn dieses Krieges zum 90. Mal. Aus diesem Anlass präsentiert das Themenheft neue Ergebnisse der spanischen und internationalen Fotoforschung zum Thema. Beispielhaft beleuchtet werden sowohl die visuellen Kommunikations- und Propagandastrategien während des Krieges als auch die Rolle der Fotografie in der Erinnerungspolitik bis zur Gegenwart.

Die Autorinnen und Autoren beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit Bildbeständen, die erst in den letzten Jahren entdeckt, erschlossen und aufgearbeitet wurden. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Rolle fotografierender Frauen. Mit Kati Horna und Margaret Michaelis werden zwei weniger bekannte Pionierinnen der Kriegsfotografie vorgestellt. Die Geschlechterrollen im Krieg werden am Beispiel der kämpfenden Frauen, der Milicianas, analysiert. Insgesamt zeigt das Themenheft, dass die Fotoforschung auch ein knappes Jahrhundert nach dem Bürgerkrieg noch neue, überraschende Ergebnisse zutage

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fotogeschichte.info

Isolde Schmid-Reiter, Sebastian F. Schwarz (Eds.) Operetta. An Assessment

Isolde Schmid-Reiter, Sebastian F. Schwarz (Eds.)
Operetta.
An Assessment
Schriften der Europäischen Musiktheater-Akademie, Band 16
ConBrio 2025

This volume is dedicated to a cultural asset that has reclaimed a place on theatre schedules with productions worthy of discussion: Operetta has experienced a productive resurgence of interest in the genre itself. The book reflects on the current situation of the genre from various different viewpoints, rooted both in theory and in practice. Neither portraits of creators nor individual productions are in its focus. It comprises topics such as the fundamental question of the relevance of operetta in the 21st century, the staging between considering the genre a historical phenomenon and new inventive ways, creative attempts at renewal of the genre and the – largely unsatisfactory – situation of specific training for the singers as well as the multifaceted challenges for the performers. The lively discussion rounds, which formed a key part of the international conference “I want more logic than the world can handle, so I prefer to live where it's lacking.” Operetta – an assessment, on which the book is based, bear witness to the continued relevance of operetta up to the present day—no matter how diverse the approaches and interpretations may be.

With contributions by Jan Henric Bogen, Aviel Cahn, Kevin Clarke, Wolfgang Dosch, Peter Edelmann, Ladislav Elgr, Stefan Frey, Roland Geyer, Ignacio Jassa Haro, Daniel Hirschel, Alexander Joel, Josef E. Köpplinger, Peter Konwitschny, Theresa Kronthaler, Marco Ladd, Fabio Luisi, Peter Lund, Giorgio Madia, Marc Minkowski, Elena Oliva, Daniel Prohaska, Malte Puls, Ildikó Raimondi, Isolde Schmid-Reiter, Sebastian F. Schwarz, Emanuele Senici, Michele Spotti, Alessandro Talevi, Christian Thausing.

Stefan Schweigler: Queering Home – Medienpraktiken als Infrastrukturen der Sorge

Das Verhältnis von Queerness, Medien und Öffentlichkeit hat sich im Zuge der digitalen Medien transkulturell verändert. Ging es in diesem Zusammenhang bisher um das Erstreiten von Sichtbarkeit im öffentlichen Raum und um verschiedene Formen von Medienaktivismus, so zeichnen sich gegenwärtig Entwicklungen ab, die sich dem Motiv des Zuhauses widmen und negativ konnotierte Affekte zum Reservoir medienästhetischer Interventionen machen. Als Infrastrukturen der Sorge halten diese medialen Praktiken wichtige Einsichten für care-ethisch orientierte Theoriebildungen bereit. Und auch etabliertes medientheoretisches Denken wird durch diese Entwicklungen irritiert, insofern sie zu neuen Konzeptionen des Transgressiven anregen.

Stefan Schweigler (2025): Queering Home – Medienpraktiken als Infrastrukturen der Sorge, Bielefeld: transcript, 336 Seiten.
Print-ISBN: 978-3-8376-7776-8
PDF-ISBN: 978-3-8394-0858-2
https://doi.org/10.14361/9783839408582


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Stefan Schweigler (Dr phil.) arbeitet als Universitätsassistent
(Post-Doc) für Theorie und Ästhetik digitaler Medien am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre inkludieren Medientheorie, Affect, Aging, Care, Gender, Queer, Disability und Postcolonial Studies. Er unterrichtet auch Inclusive Design an der Kunstuniversität Linz und war zuvor Researcher am CIRAC, Center for Interdisciplinary Research on Aging and Care (Universität Graz).