
"Der Einsatz ist hoch: es gilt, mit den Mitteln des Kinos das Leben zu erreichen. Ein Leben, dem die Formen nicht vorgegeben sind, das sich der Gewohnheit widersetzt, dem das Falsche den Weg zu einer Wahrheit weisen kann. John Cassavetes macht Filme, die dem Wagnis dieses Einsatzes eine Physis geben. Seine Auffassung von Filmarbeit ist rigoros gemeinschaftlich. Er, seine Schauspielerinnen und Schauspieler setzen sich in einem Spannungsfeld von Schauspiel und Kamera aus. Sie machen sich zu Spezialisten für provisorische Selbstfindungen, die durch Prozesse der Selbstauflösung führen. Den Boden unter den Füßen zu verlieren, verspricht eine Ahnung von Glück, die mehr als einen Einzelnen einbegreift."
herausgegeben von Andrea B. Braidt und Elisabeth Büttner
Dieser Band versammelt neue Beiträge zu Cassavetes' Kino von: Todd Berliner, Lisa Gotto, Ute Holl, Homay King, Petra Löffler, Eva Meyer, Marc Ries.
113 Seiten mit zahlr. Abb.
ISBN 978-3-205-78506-1
ISSN 0025-4606
EUR: 14,90.-
Andrea B. Braidt / Elisabeth Büttner
Vorwort
Eva Meyer
Schattenexistenz. Zu John Cassavetes’ Shadows (USA 1958/59)
Lisa Gotto
An der Grenze. John Cassavetes’ Shadows (USA 1958/59)
Marc Ries
Spinozas Kino. Anmerkungen zu zwei Filmen von John Cassavetes.
Homay King
Free Indirect Affect in John Cassavetes’Faces (USA 1968)
Petra Löffler
Riskante Gesten. John Cassavetes’ Opening Night (USA 1976/77)
Todd Berliner
Killing the Writer. Movie Dialogue Conventions and John Cassavetes
Ute Holl
Küchenschärfe. Die Produktion des Privaten in Cassavetes’ Kino