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Dreams Undreamt | Ungeträumte Träume

Heft 1 | 2016

Manche sehen Träume als codierten Kommunikationskanal der Götter, andere als Müllabfuhr; einige qualifizieren Traumaktivitäten als sinnloses Gehirnfeuerwerk ab, dem wir, von einem horror vacui besessen, erst nachträglich Sinn zuschreiben, andere behaupten hingegen, Träume seien die Voraussetzung, damit wir uns überhaupt in der Realität zurechtfinden. Freud feierte Träume als via regia zum individuellen Unbewussten, Jung als Ausdruck des Kollektiven, das »uns träumt«, und Robert M. Sapolsky, enfant terrible der Neurowissenschaft, meint schelmisch: »maybe the dreaming evolved, so that surrealists and dadaists could make a living«.

Herausgegeben von Rainer M. Köppl und Randy Sterling Hunter

 

 

 

für Monika Meister

Heft 3–4|2015

Monika Meister, Theaterwissenschaftlerin und Ethnologin, Professorin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien und Lehrbeauftragte am Max-Reinhardt-Seminar, Forscherin und Theaterenthusiastin, hat die Wiener Theaterwissenschaft über lange Jahre geprägt und als Vorständin die Geschicke des tfm-Instituts mehr als ein Jahrzehnt geleitet.

Die hier versammelten Texte ihrer Schülerinnen und Schüler legen ein beredtes Zeugnis ab von der Reichweite ihres wissenschaftlichen Vermögens, von der Ungebundenheit ihres pädagogischen Selbstverständnisses und von der Entschiedenheit ihrer analytischen Haltung. 

Herausgeben von: Klemens Gruber und Rainer M. Köppl

 

 

 

Jean Jourdheuil. Grenzgänge

Heft 2|2015

»Mich interessiert die Geschichte des Theaters in der Gegenwart.«

Jean Jourdheuil

 

Herausgegeben von: Stefan Tigges und Christina Schmidt

 

Essays und Gespräche

Theater, Kultur, Festivals, Europa und der Euro

Chaos und Ordnung

Erinnerungen an eine Revolution

Avignoner Archäologie

Mit einer Bildstrecke von Mark Lammert

 

 

 

POTEMKIN-MEISEL

Heft 1 | 2015


Sein Name wird auf ewig mit dem Meisterwerk des russischen Stummfilmkinos verbunden bleiben: Edmund Meisel. 1926 schreibt der Wiener Komponist für Sergej Eisensteins »Panzerkreuzer Potemkin« einen Score, der über Nacht zum Klassiker der Filmmusik wird. Vier Jahre später kommt der Panzerkreuzer erneut ins Kino – diesmal als »Talkie«. Plötzlich beginnen die meuternden Matrosen deutsch zu sprechen – mit den Stimmen von Piscator-Schauspielern! – und die peitschenden Schüsse der Kosaken erklingen lebensnah aus den Lautsprechern. Diese spektakuläre Tonfilmfassung wird 1930 nicht zu unrecht in Berlin und Wien zum Tagesgespräch. Zur Jahrtausendwende – genau 70 Jahre nach ihrer Entstehung – entdeckt der Historiker Martin Reinhart die verschollen geglaubte Nadeltonschallplatten mit Meisels Originaltonspur im Technischen Museum in Wien. Dieser Fund führt über einige Umwege zur Rekonstruktion der sogenannten »Wiener Fassung«, die 2015 im Österreichischen Filmmuseum ihre Premiere hat und parallel dazu auch erstmals auf DVD erscheint. Ein medienhistorischer Meilenstein aus der Zeit des Übergangs vom Stumm- zum Tonfilm wird in diesem Band aus verschiedenen Blickwinkeln zum ersten Mal betrachtet: der »Tönende Potemkin«.

Herausgegeben von: Martin Reinhart und Thomas Tode

Mit Beiträgen von: Fiona Ford | Martin Reinhart | Thomas Tode

 

 

 

Walter Benjamin und das Kino

Heft 3–4|2014

Herausgegeben von: Christian Schulte u. a.

 

Dieser Artikel erscheint in Kürze.

 

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Volksfiguren

Heft 2|2014

Wie wird Volk in unterschiedlichen gesellschaftlichen Konstellationen figuriert und was sind die jeweiligen medialen Voraussetzungen? Wo liegt die Schnittstelle zwischen seinen Inszenierungen im Theater und auf der Straße? Das vorliegende Heft versammelt aktuelle Kurzessays von Künstlerinnen und Künstlern, die diesen Fragen anhand ihrer eigenen Arbeit nachgehen, und Forschungsbeiträge aus unterschiedlichen Wissenschaftsfeldern. Deren Gegenstände reichen vom antiken Theater über die internationale Geschichte revolutionärer Masseninszenierungen in Frankreich, der Sowjetunion und China bis zu heutigen politischen Versammlungsformen und der modernen szenischen Literatur. Dabei stellen die vorliegenden Essays die bislang weitgehend ausgeblendete Frage nach jenen chorischen Formen, die der Schließung zur Kollektivgestalt als Ordnungsfigur widerstreiten bzw. einen anderen Begriff von ›volk‹ implizieren.

Mit Beiträgen von

Inge Baxmann | Claudia Bosse | Ole Frahm | Monika Gintersdorfer | Christine Hanke | Sebastian Kirsch | Maud Meyzaud | Daniela Pillgrab | Sylvia Sasse | Samuel Weber

Herausgegeben von: Evelyn Annuß

 

 

Horváth spielen

Heft 1|2014

Horváth spielen folgt als zweiter Band, als zweite Aufforderung nach Horváth lesen. Noch einmal und noch einmal anders wird Horváth gelesen auf Basis der Wiener Ausgabe, noch einmal wird mit den ›Interpretationsspielräumen‹ der Texte gespielt: diesmal im Hinblick auf die Bühne, den Film, das Fernsehen, ihre Doubles – vielleicht – in der Photographie. Horváth spielen – im starken Sinn der Wortbedeutung ist »Spiel« der Balance gebende, der darstellerisch notwendige Gegenpol zum »Ernst« der Wahrheit, paraphrasiert man Horváths paradoxe Poetologie; und es verbürgt zugleich das Gegenteil von Zwang, die Freiheit, den Raum der Imagination.

Herausgegeben von: Andreas Ehrenreich, Annette Storr und Martin Vejvar


Mit Beiträgen von: Kurt Bartsch | Georg Büttel | Andreas Ehrenreich | Martina Gredler | Joachim Schätz | Annette Storr | Nicole Streitler-Kastberger | Martin Vejvar

 

 

JEAN BOLLACK. Die Philologie auf der Bühne

Heft 4|2013

Die szenische Aktualisierung der wissenschaftlichen Arbeit war nicht
vorsätzlich gegen die Bestrebungen des Humanismus und auch nicht gegen die
etwas naiv-emphatischen Realisierungen des akademischen »Théâtre antique«
gerichtet. Es ging auf der Bühne um die erst durch sie, und nur durch sie
erlangte Evidenz einer hermeneutisch durchdachten, kritischen Lektüre der
antiken Dramen. Es ist dies unsere Moderne.

Herausgegeben von: Rossella Saetta Cottone und Werner Wögerbauer

Horváth lesen

Heft 3|2013

Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge gehen auf ein Symposium mit dem Titel Ödön von Horváth: Edition und Interpretation zurück, das im Dezember 2011 an der Österreichischen Nationalbibliothek und der Wienbibliothek im Rathaus stattgefunden hat. Auf der Grundlage der historisch-kritischen Wiener Ausgabe sämtlicher Werke Ödön von Horváths liefern die Beiträge neue Lektüren aus werkgenetischer, intertextueller, biographischer und kulturwissenschaftlicher Sicht.

Herausgeben von: Nicole Streitler-Kastberger und Martin Vejvar

Mit Beiträgen von: Orsolya Ambrus | Julia Bertschik | Andreas Ehrenreich | Klaus Kastberger | Roland Koberg | Monika Meister | Matthias Johannes Pernerstorfer | Gabi Rudnicki| Nicole Streitler-Kastberger | Judit Szabó | Elisabeth Tworek | Martin Vejvar

Wolf Vostell. Leben dé-coll/AGIEREN

Heft 1–2|2013

Diese Publikation bringt Wolf Vostells Dé-coll/agen in so unterschiedlichen Formen wie Text-Bild-Collage, Happening, Installationskunst, Fluxus-Musik, Fotomontage, Environment und Film zusammen. Sie eröffnet neue Ein-/Überblicke in sein medienübergreifendes künstlerisches Werk.

Vostells gesellschaftskritische Interventionen in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg haben in ihrer Widerständigkeit weder an Aktualität noch an Prägnanz verloren.

Herausgegeben von: Brigitte Marschall und Martin Fichter-Wöß

Mit Beiträgen von: Thomas Antwi | Bazon Brock | Gino Di Maggio | Martin Fichter-Wöß | Bruno Liberda | Brigitte Marschall | Elisabeth Rath | Dieter Ronte | Christian Schulte | Peter Weibel

Texture Matters: Der Tastsinn im Kino

Heft 4|2012

Ausgehendvon Alois Riegls Überlegung, dass das Auge beim Sehen bestimmte Funktionen eines Tastorgans übernimmt und Kunstwerke in der Beziehung zu dieser Dynamik entstehen, rekonstruiert der vorliegende Band den Weg der Begriffe ›optisch‹ und ›haptisch‹ in der Filmtheorie und der ästhetischen Praxis.

Herausgegeben von: Klemens Gruber und Antonia Lant

Mit Beiträgen von: Alois Riegl | Georg Vasold  Antonia Lant | Wanda Stauven | Sheena Scott | Seung-hoon Jeong

HÖR!SPIEL. Stimmen aus dem Studio

Heft 3|2012

Die Geschichte des Hörspiels beginnt mit einem Stromausfall. Gleichsam ›blind‹, sollten die Hörerinnen und Hörer aufmerksam den im Dunkel des Bergwerks agierenden dramatis personae lauschen. Seit am 15. Jänner 1924 von BBC-London das erste Hörspiel ausgestrahlt wurde, wird der radiophonen Kunstgattung in einem Intervall von fünf bis zehn Jahren ihr Ende prophezeit. Doch das Hörspiel lebt ungeachtet solcher Prognosen fort. Flankiert von wissenschaftlichen Reflexionen berichten Hörspielschaffende von gegenwärtigen Arbeitsprozessen und Hörspielschreibende von ihrer Passion für dieses Medium.

Herausgegeben von:Helmut Peschina

Mit Beiträgen von: Christine Ehardt | Götz Fritsch | Thomas Fritz | Peter Klein | Harald Krewer | Hans-Jürgen Krug | Ulrich Lampen | Peter Matić | Martina Müller-Wallraf | Max Nagl | Helmut Peschina | Chris Pichler | Stefanie Schmitt

Und: Hermann Bohlen | Werner Fritsch | Elfriede Jelinek | Andreas Jungwirth | Friederike Mayröcker | Eberhard Petschinka | Paul Plamper | Elisabeth Putz | Thilo Reffert | Kathrin Röggla

Auftritt Chor. Formationen des Chorischen im gegenwärtigen Theater

Aktuelle Ausgabe

 

Heft 1|2012

Die Beiträge zirkulieren um den Status des Chores im gegenwärtigen Sprechtheater und in der Performancekunst. Sie diskutieren Struktur und Funktion des Chores in zeitgenössischen Theaterformen anhand dramaturgischer Koordinaten wie Identität, Klang, Geschlecht und Figuration. Begriffe wie Präsenz und Repräsentation, Kollektiv und Körper, Zeit und Raum werden im Kontext des Chores reflektiert und auf ihre gegenwärtige Aussagekraft hin untersucht. Konkrete Inszenierungen stellen das Material dar, um das ästhetische Potential szenischer Darstellungsformen zu analysieren und mittels eines theatertheoretischen Instrumentariums den Bedeutungsstrukturen des Chorischen nachzuspüren.

Herausgegeben von: Genia Enzelberger, Monika Meister und Stefanie Schmitt

Mit Beiträgen von: Evelyn Annuß | Laurette Burgholzer | Ulrike Haß | Händl Klaus | Hajo Kurzenberger | Christina Schmidt | Christine Standfest | Josef Szeiler/Monika Meister | Maren Waffenschmid

volksfiguren

Heft 2|2014

Wie wird Volk in unterschiedlichen gesellschaftlichen Konstellationen figuriert und was sind die jeweiligen medialen Voraussetzungen? Wo liegt die Schnittstelle zwischen seinen Inszenierungen im Theater und auf der Straße? Das vorliegende Heft versammelt aktuelle Kurzessays von Künstlerinnen und Künstlern, die diesen Fragen anhand ihrer eigenen Arbeit nachgehen, und Forschungsbeiträge aus unterschiedlichen Wissenschaftsfeldern. Deren Gegenstände reichen vom antiken Theater über die internationale Geschichte revolutionärer Masseninszenierungen in Frankreich, der Sowjetunion und China bis zu heutigen politischen Versammlungsformen und der modernen szenischen Literatur. Dabei stellen die vorliegenden Essays auch und gerade die bislang weitgehend ausgeblendete Frage nach jenen chorischen Formen, die der Schließung zur Kollektivgestalt als Ordnungsfigur widerstreiten beziehungsweise einen anderen Begriff von ›volk‹ implizieren. 

Herausgegeben von: Evelyn Annuß

Mit Beiträgen von: Inge Baxmann | Claudia Bosse | Ole Frahm | Monika Gintersdorfer | Christine Hanke | Sebastian Kirsch | Maud Meyzaud | Daniela Pillgrab | Sylvia Sasse | Samuel Weber

128 S., ISBN 978-3-205-20136-6, € 16,90 


Schrift:

Horváth lesen Heft 3/2013

herausgegeben von Nicole Streitler-Kastberger und Martin Vejvar

Wolf Vostell Heft 1-2/2013

herausgegeben von Brigitte Marschall und Martin Fichter-Wöß

HÖR!SPIEL 3/2012

herausgegeben von Helmut Peschina

Verpackungen des Wissens 2/2012

herausgegeben von Christof Windgätter

Auftritt Chor 1/2012

herausgegeben von Genia Enzelberger, Monika Meister und Stefanie Schmitt

Vlado Kristl/Der Mond ist ein Franzose 3–4/2011

herausgegeben von Christian Schulte, Franziska Bruckner, Stefanie Schmitt und Kathrin Wojtowicz

bauhaus & film 1-2/2011

herausgegeben von Thomas Tode

Techniken der Metamorphose – Positionen zum Animationsfilm 4/2010

herausgegeben von Franziska Bruckner, Melanie Letschnig und Georg Vogt

Sinne Technik Inszenierung 2/2010

herausgegen von Andrea B. Braidt, Klemens Gruber, Nicole Kandioler, Monika Meister, Claus Pias und Frank Stern

tfm
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